Wenn ein Journalist nachrichtenmüde ist, dann ist das ziemlich ungünstig. Seit über zwanzig Jahren steh ich hinter dem Radiomikrofon und habe eigentlich gedacht, ich kann mich auf meine Routinen verlassen wie auf eine alte Scheibe Toastbrot, die so trocken ist, dass nichts mehr schimmelt. Ein schönes Bild für den Redaktionsalltag übrigens. Dann kam die Diagnose. Davon erzähle ich genauso wie von meinen vielen Interviews mit den Kleinen und den ganz Großen, den Normalen und den Absurden. Ich grille die KI, markuslanze mich an eine missbrauchte Tastatur und erzähle, weshalb sämtliche Fragetechniken völlig schnurz sind, wenn man Ministerpräsidenten interviewt. Mein zweites Solo-Programm.